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Warum Fondsanleger entspannt bleiben sollten…

Im vergangenen Jahr konnten nur wenige Fonds ihre Benchmark-Indizes schlagen. Das ist zwar ernüchternd, aber kein Grund zur Panik. Warum Anleger bei Fonds langfristig dabei sein sollten und wie man geeignete Fonds findet – mehr dazu im Artikel. Wie kluge Datenanalyse helfen kann, die Performance von Fondsmanger zu bewerten, zeigen wir im Video!

2018 war kein gutes Jahr für Fondsanleger. Bei vielen Produkten sind die Renditen im Vergleich zu passiven Investmentprodukten, wie etwa ETFs, ausgeblieben. Wie eine Untersuchung von Scope zeigt, für die 3.000 Fonds analysiert wurden, konnte im vergangenen Jahr nur knapp ein Viertel den Vergleichsindex schlagen. Der Vergleichsindex ist so etwas wie die Messgröße: Investiert ein Fonds etwa in europäische Blue Chips, muss er sich beispielsweise am Euro Stoxx 50 messen lassen, der eben diese Blue Chips enthält. Während ein Fonds aktiv verwaltet wird und dadurch höhere Gebühren anfallen, folgt ein Index einem Regelwerk und ist deswegen günstiger. Wenn nun auf Indizes basierende ETFs ebenso gut oder besser abschneiden, als aktiv verwaltete Fonds, fangen Fondsanleger schnell an zu zweifeln und stellen ihre Fonds auf den Prüfstand.

Vermögenskonzept nicht von einem Börsenjahr abhängig machen

Tatsächlich gab es auf den ersten Blick selten mehr Gründe, um Fonds zur Disposition zu stellen: 2018 schnitten selbst die als konservativ und damit vergleichsweise sicher geltenden Mischfonds schwach ab. Insbesondere Produkte, die aufgrund ihres großen Anteils an festverzinslichen Anleihen als defensiv gelten, hielten nicht, was sie versprechen.  Mischfonds kombinieren mindestens die beiden Anlageklassen Aktien und Anleihen. Während Aktien stärker schwanken und höhere Renditen versprechen, sind Anleihen aufgrund der regelmäßigen Zinszahlungen und der Rückzahlung des Nennwerts am Laufzeitende eher konservative Investments. 2018 aber hat der Markt Kapriolen geschlagen: Aktien büßten durchweg ein und selbst Anleihen kamen unter die Räder. Gerade in Europa haben viele Fondsmanager stärker steigende Zinsen erwartet und sich deswegen auf Anleihen mit geringer Restlaufzeit fokussiert. Nachdem die Zinsfantasie verflogen war stellte sich schnell heraus, dass dieser Ansatz der Falsche war. Anleihen wurden ihrer Rolle als sichere Beimischung nicht gerecht.

Doch sollten gerade Fondsanleger ihr Vermögenskonzept nicht von einem schwierigen Börsenjahr abhängig machen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass viele aktiv verwaltete Fondsprodukte ihr Geld wert sind. Zum Vergleich: Noch 2017 lag der Anteil der aktiven Fonds, die ihren Vergleichsindex schlagen konnten bei 53 Prozent. Zwar ist auch das kein überragender Wert, doch haben Anleger bei Fondsprodukten durchaus die Qual der Wahl.

Um gute Anlagefonds zu finden, kann der Blick auf 2018 sogar hilfreich sein. Diejenigen Fonds, die sich im schwierigen Marktumfeld gut geschlagen haben und zudem langfristig, also auf Sicht von drei oder auch fünf Jahren innerhalb ihrer Vergleichsgruppe gut abgeschnitten haben, sind ihre Gebühren in der Regel auch wert. Um im Bereich der Mischfonds geeignete Produkte zu finden, können Investoren beispielsweise einen Blick auf Asset Standardwerfen. Dort lassen sich Fonds nach verschiedenen Gesichtspunkten filtern, unter anderem bekommen Anleger in Form des MMD-Rankings Zugriff auf ein qualifiziertes Bewertungssystem.

Geringere Kosten, mehr Rendite

Damit aktive Investmentfonds langfristig konkurrenzfähig bleiben, kommt es neben einer Outperformance zu Vergleichsindizes auch auf die Kosten an – je geringer die Kosten, desto größer fällt die Rendite aus, die unterm Strich bleibt. Um bei Kosten konkurrenzfähig zu bleiben, können Portfoliomanager neben neuester Technologie auch auf die Unterstützung externer Dienstleister zurückgreifen. Beides sind laut einer aktuellen Studie der Strategieberatung Oliver Wyman zentrale Punkte, welche die Fondsbranche 2019 und darüber hinaus beschäftigen werden. Welche Rolle Daten und deren kluge Analyse die Branche spielen können, haben wir Klaus-Dieter Erdmann, Branchenkenner und Veranstalter des Asset Manager Meetings in Mannheim gefragt. Die Antworten gibt’s im Video.



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