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newsboXX 10/2018 - Was künstliche Intelligenz schon heute kann

Künstliche Intelligenz gehört längst zu unserem Alltag. Doch auch wenn Siri, Alexa und der Google Assistant mit unfreiwillig komischen Antworten hin und wieder für einige Lacher sorgen, ist die Technologie bereits sehr leistungsfähig. Ausserdem: "In Technologie investieren? 5 Tipps wie es gelingt…" und "Nachhaltig investieren: Warum es sich lohnt, wie es geht".

Künstliche Intelligenz gehört längst zu unserem Alltag. Doch auch wenn Siri, Alexa und der Google Assistant mit unfreiwillig komischen Antworten hin und wieder für einige Lacher sorgen, ist die Technologie bereits sehr leistungsfähig. Vor allem wenn es darum geht, klar definierte Aufgaben zu erledigen, hat KI schon heute die Nase vorn. Beispiele für solche Aufgaben sind Bilderkennung, Übersetzungen oder Navigationsdienste. 

Ins Schwimmen geraten unsere smarten Assistenten, wenn wir sie mit Problemen des Alltags konfrontieren. Viele der Fragen an Alexa oder Google Assistant bleiben heute noch unbeantwortet. Doch auch im Bereich der sogenannten starken künstlichen Intelligenz, also die Bewältigung von Aufgaben aus einem weiten Feld,  gibt es erstaunliche Fortschritte. Wer seinen Google Assistant auch nur mit ziemlich lausig vorgetragenen Textfragmenten eines aktuellen Charthits füttert, darf schon heute auf das gewünschte Ergebnis hoffen.

A.I.CCOUNTING: Für Buchhalter eine große Hilfe

Noch frappierender sind die Ergebnisse, wenn künstliche Intelligenz eng abgegrenzte Aufgaben übernimmt. Das Frankfurter Startup CORAIXX setzt künstliche Intelligenz zur Verarbeitung von Belegen ein. Vor allem Unternehmen, die täglich tausende Rechnungen erhalten, sollen dank der Lösung von CORAIXX künftig Zeit und Geld sparen. Heute werden Eingangsrechnungen von Buchhaltern bearbeitet. Das dauert. Und kostet. Vor allem dann, wenn es Unklarheiten gibt.

Die von CORAIXX "A.I.CCOUNTING" getaufte Technologie scannt Dokumente und analysiert sie in Windeseile. Wie das Unternehmen bekannt gibt, sind mehrere tausend Seiten pro Stunde kein Problem. Zahlungsziele, Zahlbeträge und Details zum Absender werden erkannt und automatisch verarbeitet. Auf Wunsch kann ein Buchhalter jeden Vorgang noch einmal überprüfen.

Besonders überzeugend wird A.I.CCOUNTING dann, wenn man dem Algorithmus bewusst Fallen stellt, also beispielsweise Adressfelder teilweise schwärzt oder Teile eines Dokuments abreißt. Anhand von Merkmalen wir Schriftbild oder auch Falzungen schließt die künstliche Intelligenz beispielsweise auf den richtigen Absender oder das wahrscheinliche Zahlungsziel. Für den Buchhalter, der einen solchen kritischen Vorgang noch einmal händisch überprüfen muss, kann so die Auswertungen von A.I.CCOUNTING eine große Hilfe und Zeitersparnis sein.

Ohne Training geht’s (noch) nicht

Zwar benötigt auch die Technologie des Frankfurter Startups zunächst etwas Training und funktioniert nicht auf Anhieb, dennoch zeigt das Beispiel eindrücklich, was heute schon möglich ist. Auch die digitalen Assistenten unserer Smartphones lernen stetig dazu und werden immer besser. Künstliche Intelligenz ist und bleibt ein Zukunftsthema.



In Technologie investieren? 5 Tipps wie es gelingt…

Setzen Sie auf Qualität
An der Börse zählen allein die Zahlen. Nicht die von heute, die von morgen. Finden Sie Tech-Unternehmen, die Ihre Gewinne steigern können. Auch verschiedene Geschäftsfelder machen ein Unternehmen robust. Positiv als Qualitätstitel aus dem Tech-Segment hervorgetan haben sich zuletzt Apple, Microsoft oder auch Alphabet.

Meiden Sie Smallcaps!
Wer Technologie liebt, der schielt immer auf das nächste große Ding. Meiden Sie trotzdem kleine Unternehmen mit nur einem Produkt, viel Fantasie und (noch) wenig Umsatz. Für derartige Experimente ist der Markt aktuell zu teuer. Eine Alternative können innovative Unternehmern mit einem soliden „Brot-und-Butter-Geschäft“ und einigen innovativen Projekten sein.

Streuen Sie!
Auch wenn Sie Netflix für beste Erfindung seit der Mikrowelle halten – denken Sie an die beiden obigen Ratschläge und setzen Sie vor allem nicht alles auf eine Karte. Ein gemischtes Depot aus mehreren qualitativen Tech-Titeln aus unterschiedlichen Bereichen verspricht heute die besten Aussichten.

Finger weg ETFs
ETFs sind passive Indexfonds, die einen Börsenindex wie den DAX, den S&P 500 oder auch den Tech-Index Nasdaq 100 eins zu eins abbilden. Das ist eigentlich keine schlechte Sache, weil man mit ETFs automatisch über mehrere Titel streut. Doch ETFs sind nach Marktkapitalisierung gewichtet. Das heißt, die teuersten Aktien sind auch am stärksten im ETF vertreten. Für den Anfang einer Aktienhausse ist dieser Ansatz okay. Heute aber eher riskant.

Denken Sie nicht nur an Technologie
Technologie macht Spaß und ist irgendwie sexy. Doch bei der Geldanlage darf es gerne etwas konservativer zugehen. Haben Sie auch bodenständige Aktien im Depot? Haben Sie auch Anlageklassen im Portfolio, die gar nicht so stark schwanken, beispielsweise Anleihen? Gerade in Zeiten hoher Bewertungen entscheidet oft ein ausgewogener Kapitalmix. Diesen kann man beispielsweise erreichen, indem man auf einen klassischen Aktienfonds setzt, der nebenbei einen starken Fokus auf Technologie hat. Wie zum Beispiel der PEH Empire.


 

Nachhaltig investieren: Warum es sich lohnt, wie es geht

Unzählige Kriterien und einige schwarze Schafe – auf den ersten Blick wirkt nachhaltige Geldanlage kompliziert. Wie gängige Ansätze funktionieren und worauf Anleger achten sollten, damit die Rendite am Ende stimmt.

Wollen auch Sie mit gutem Gewissen Rendite machen? Damit das klappt, muss man nur einige Dinge beachten. Wer die wichtigsten Kriterien der nachhaltigen Geldanlage versteht, hat schon einen riesigen Vorteil. Dann winken stabile Renditen, die mit herkömmlichen Indizes oder Fonds mehr als mithalten können. Also los! Nachhaltig anlegen in Kurzform:

Wer sich mit nachhaltigen Investments befasst, stößt schnell auf die sogenannten ESG-Kriterien. ESG steht für Environmental, Social und Governance. Anhand dieser ESG-Kriterien werden Unternehmen auf ihre Nachhaltigkeit klassifiziert. Wie der Dreiklang schon sagt, geht es dabei um Aspekte der Umwelt, soziale Faktoren und die Art, wie ein Unternehmen geführt ist. Beim Index-Anbieter MSCI fächern sich die ESG-Kriterien in 37 einzelne Faktoren auf. Je nachdem, wie ein Unternehmen in all diesen 37 Bereichen abschneidet, erhält es einen besseren oder einen schlechteren ESG-Score.

ESG-Score: Entscheidend ist, was man damit macht

Diese Nachhaltigkeitsnote kann je nach Fonds unterschiedlich in den Investmentprozess einfließen. Was die allermeisten Fonds gemeinsam haben ist, dass sie kritische Branchen von vornherein ausschließen. Das heißt: Hersteller von Waffen, Pornografie oder Alkohol haben keine Chance. Danach gehen die Anbieter aber unterschiedlich vor: Manche sortieren aus der ESG-Rangliste die schlechtesten 75 Prozent aus und gewichten das beste Viertel wie gehabt nach Marktkapitalisierung. So machen es zum Beispiel die SRI-Indizes von MSCI World oder auch die Sustainability-Indizes von Dow Jones, auf die es jeweils eine Vielzahl von ETFs, also passive Indexfonds,  gibt.

Andere Ansätze gewichten Indizes, statt wie häufig üblich nach Börsenwert der Unternehmen, nach ESG-Score. So kann beispielsweise auch ein sehr kleines Unternehmen mit einer guten Nachhaltigkeitsnote einen etablierten Börsen-Giganten ausstechen. Möglich ist das beispielsweise bei den ESG-Universal-Indizes von MSCI.

Anleger sollten genau hinschauen

Auch viele Fondsgesellschaften schreiben sich Nachhaltigkeit auf die Fahne und orientieren sich dabei grob am obenstehenden Ansatz. Konkret kann es aber auch Abweichungen geben. Diese können zu besseren oder auch zu schlechteren Ergebnissen führen. Die Fondsgesellschaft Ökoworld schließt beispielsweise zusätzlich auch Unternehmen aus, die mit Atomkraft, Kinderarbeit, Gentechnik oder fossilen Energien in Zusammenhang stehen.  Andere Anbieter sehen das weniger eng. Anleger tun also gut daran, sich mit nachhaltigen Fondsprodukten genau auseinanderzusetzen und zu schauen, wie diese genau konzipiert sind. Orientierung geben können darüber hinaus Gütesiegel wie das FNG-Siegel des Forums für Nachhaltige Geldanlagen.

 



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