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Blockchain setzt sich in immer mehr Branchen durch

Was sind denn nun die wichtigsten Blockchain-Branchen? Unser Blockchain-Special gibt die Antwort und erklärt warum Investoren trotzdem in anderen Kategorien denken sollten. Was ausgewiesene Experten zum Thema zu berichten haben, erfahren Sie im Video.

Blockchain ist weitaus mehr als eine Technologie für Finanzunternehmen oder Logistiker. Immer mehr Branchen entdecken das Prinzip – inzwischen gibt es selbst Bestattungsunternehmen, die sich des Themas angenommen haben. Bezahlung in Bitcoin und Livestream der Zeremonie für unabkömmliche Trauernde inklusive. Doch das ist wohl kaum mehr als ein PR-Stunt. Blickt man nüchtern auf das deutsche Blockchain-Ökosystem, so zeigt eine Untersuchung von BTC-ECHO und BlockState, dass die Technologie in vielerlei Branchen angekommen ist: In ganze 27 Kategorien hat die Studie deutsche Blockchain-Startups unterteilt. Die meisten davon wurden zwischen 2017 und 2018 gegründet. Das ist ein Beleg, dass sich der Markt für Blockchain zunehmend ausdifferenziert.

Logistik nur im Mittelfeld

Neben der am weitesten verbreiteten Branche „Finanzen und Krypto“ mit 39 Startups, folgt schon auf Platz zwei die Unterhaltungsbranche mit 13 Unternehmen. Dahinter Identität (11), Internet der Dinge (10) und öffentliche Infrastruktur (10). Auffallend in der Statistik: Die oftmals neben der Finanzbranche als zweitwichtigster Bereich genannte Logistik, ist nur mit vier Startups deutschlandweit vertreten. Damit spielt die Logistik-Branche gemessen an der Zahl der Startups in einer Liga mit Softwareentwicklung (4), Immobilien (4), Mining (4) oder auch eCommerce (3), Recht (3), Wallet (3) und Dating (2) sowie Personalbeschaffung (2).

Bewährtes Erfolgsrezept: Höher, weiter, schneller

Die Zahlen zeigen, dass Blockchain längst ein Phänomen ist, das sämtliche Branchen betrifft. Zwar bleibt die Finanzbranche das bevorzugte Feld für Gründer, doch entwickelt sich die Szene längst in die Breite. Auch in den Bereichen Gaming (6), Gesundheitswesen (6) oder Mobilität (5) gibt es gute Ideen. Um gute Ideen allerdings von Hirngespinsten à la Blockchain-Bestattung zu unterscheiden, müssen Investoren genauer hinschauen. Auch in der Finanzbranche kann es Blockchain-Gründungen geben, die keine Zukunft haben. Neben der höheren Konkurrenz können auch unausgereifte Ideen der Grund für ein Scheitern sein.

Doch wie soll man die guten von den schlechten Ideen unterscheiden? Statt pauschal bestimmten Branchen eine Absage zu erteilen, was einem Denkverbot gleich käme, sollten Anleger einen genauen Blick auf die Technologien werfen. Immer dann, wenn Blockchain dazu geeignet ist, bestehende Technologien abzulösen, kann sich ein Investment anbieten. Wahrscheinlich wird ein solcher Paradigmenwechsel, wenn neue Technologie Prozesse effizienter macht, Kosten spart und die Geschwindigkeit steigert. Sind zudem Nutzer involviert, sollte auch die Einstiegshürde, um eine solche revolutionäre Technologie überhaupt anwenden zu können, möglichst niedrig sein.

Usability neben Technologie entscheidend

Beispiel Dating: Millionen Nutzer tummeln sich auf Flirt-Portalen im Internet. Besonders unangenehm ist es, wenn man dabei Kollegen, Verwandte oder Bekannte trifft oder wenn Daten in falsche Hände geraten. Hier setzen Blockchain-Startups an und wollen das Dating revolutionieren. Doch was tun flirtwillige User? Halten (bislang) lieber an bewährten Lösungen fest. Neben den technologischen Vorteilen kommt es also auch auf die Umsetzbarkeit an. Diese Regeln gelten für jedes Blockchain-Startup – egal aus welcher Branche.



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